KJP Ratingen                             Andrea Spürkel                            Tobias Barke

Systemische Familientherapie - Was ist das?


Die Systemische Therapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, das psychische Probleme und Symptome vor allem als Ausdruck bestimmter Beziehungsmuster sieht.

Die Systemische Therapie betrachtet den Menschen als Teil eines Systems. Alle Personen in einem System hängen unmittelbar miteinander zusammen - beispielsweise in einer Familie, Partnerschaft, Schule oder Arbeitsplatz. Veränderungen in einem System wirken sich daher auf alle Mitglieder aus. Gestörte Beziehungen oder ungünstige Kommunikationsmuster innerhalb des Systems können die psychische Gesundheit einzelner Mitglieder beeinträchtigen.

Systemische Therapeuten führen daher die Probleme einer Person auf eine Störung im System zurück. Im Unterschied zu anderen Therapierichtungen liegt der Fokus aber nicht darauf, die Einflüsse zu finden, die krank machen. Denn in der Systemischen Therapie geht der Therapeut davon aus, dass jede Störung auch einen bestimmten Zweck im System erfüllt. Gemeinsam mit dem Patienten versucht er, die Funktion der Symptome innerhalb des Systems aufzudecken.

Systemische Interventionen zielen darauf ab, diese Muster deutlich werden zu lassen, sie zu verstehen und persönliche Ressourcen zu aktivieren, um positive Veränderung herbeizuführen. Dabei bilden die persönlichen Ziele, Stärken und Fähigkeiten der hilfesuchenden Person die Grundlagen für die Therapie oder Beratung.

Der Fokus liegt nicht auf Problemanalyse, sondern auf Lösungsmöglichkeiten.

 Wie in anderen Therapieverfahren finden auch hier Gespräche statt. Zusätzlich werden jedoch kreative und veranschaulichende Methoden wie z.B. Genogramm, Familienskulptur, Struktur- und Symbolaufstellungen etc. angewandt.